Review unseres Albums

Katrin von „Deutsch gerockt“ hat sich die Mühe gemacht, ein Review über unser Album „Schwarzweiß“ zu schreiben. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen:

SIDEKICKSYSTEM – „SCHWARZWEIß“ – ALBUMREVIEW

Sidekick System ist eine dreiköpfige Band, die 2019 auf einem Dorffest gegründet wurde. „Rock trifft Akustik“ – so beschreibt sich die Band selbst und das trifft es sehr gut. Bei der Band gibt es übrigens nicht nur ein Schlagzeug, sondern bei einigen Songs stattdessen ein Cajon – eine „Kistentrommel“, was dem Ganzen einen besonderen Touch verleiht.Die meisten Bands behaupten ja von sich, dass sie ihren eigenen, unvergleichbaren Sound haben. Ebenso oft hört man: „Wir wollen uns keinem Genre anpassen.“ Manchmal stimmt beides, oft sind es nur Floskeln. Bei Sidekick System, einer Band, deren Album SCHWARZWEIß mir von meinen Partnern von BnC on Air und Radio Jack für eine Review zugeschickt wurde, stimmt es definitiv.

GROßE MUSIKALISCHE VIELFALT

Das Album ist anders, als ein Großteil dessen, was ich mir bisher angehört habe. Es handelt sich übrigens um eine Doppel-CD mit einer weißen und einer schwarzen Seite. WEIß ist Akustik-Pop, weshalb ich mich hier auf SCHWARZ konzentrieren werde. Allerdings habe ich mir beide angehört und muss sagen, dass mir WEIß auch ganz gut gefällt, auch wenn sie eigentlich nicht in mein Genre fällt.

Auch bei SCHWARZ findet man Akustik-Elemente und jeder Song hat seine ganz eigene Note. Sidekick System ist definitiv keine Band, bei der man sich ein Lied anhört und weiß, wie sie klingt. Von „Hört sich an, wie Torfrock“ über „…Saltatio Mortis“ bis „… Metallica“ war für mich alles dabei. Aber schauen wir uns das mal genauer an.

DIE SETLIST

Auf der CD findet man 8 Songs:

1) Abfahrt

2) Schwarzweiß

3) Jeg elsker dig

4) Ein letztes Mal

5) Für immer

6) M.I.A.

7) Phönix

8) Erinnerung

SEINEN EIGENEN WEG GEHEN

„Abfahrt“ macht Lust sich auf ein Motorrad zu schwingen und alles hinter sich zu lassen. Das liegt vermutlich auch an den Motorengeräuschen, die man am Anfang hört. Musikalisch geht der Song ziemlich nach vorn. Textlich handelt es sich um eine Art Vorstellung der Band.Bei „Schwarzweiß“, dem Titelsong zum Album, lohnt es sich wirklich, auf den Text zu hören. Es ist eine Aufforderung, die Welt nicht zu sehr zu kategorisieren, die Zwischentöne zu sehen und selbständig zu denken. Der Sound geht ins Ohr und bleibt dort. Der Gesang variiert und geht an manchen Stellen in eine Art Sprechgesang über.

EIN BREITES SPEKTRUM AN GEFÜHLEN

Bei „Jeg elsker dig“ musste ich an diverse Mittelalterbands denken. Der Song ist eher ruhiger und eine Liebeserklärung, wie der Titel schon sagt. Allerdings geht es nicht um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern um ein Band, das viel stärker ist – das zum eigenen Kind.Leicht melancholisch wird es bei „Ein letztes Mal“. Die gefühlvolle Tiefe des Textes wird zu Beginn untermalt von ruhigen, akustischen Gitarrenklängen. Thematisch geht es um den Verlust eines geliebten Menschen und wie man damit umgeht, vor allem in den Momenten in denen man mit sich und seinen Gefühlen alleine ist. Am Ende setzt E-Gitarrensound vom feinsten ein. Dieser musikalische Wechsel betont für mich zusätzlich die verschiedenen Gefühle, die ein Mensch in dieser Situation durchmacht.„Für immer“ ist nochmal eine Art Liebeserklärung, aber diesmal eine im klassischen Sinne. Ein wundervoller Song für den „schönsten Tag im Leben“ an dem man sich dafür entscheidet, den Rest des Lebens mit diesem einen, besonderen Menschen zu verbringen. Der Song fängt relativ ruhig an, es gibt allerdings ein paar Stellen mit wirklich guten Gitarrenriffs, die das Ganze dann doch noch rockiger machen.

DANN WIRD’S NOCHMAL ROCKIGER

„M.I.A.“ ist ein Instrumental, bei dem ich mich wirklich frage, wofür die Buchstaben stehen. Ist es ein Name oder eine Abkürzung. Ich habe mich dafür entschieden, dass es für mich am ehesten „Metal is all“ bedeutet, denn das beschreibt den Sound sehr treffend.„Phoenix“ beginnt mit einem Gitarrenriff, das den Song vorantreibt. Es ist ein Song, der Mut macht, weiter zu machen, auch wenn das Leben einen in die Knie zwingt: „…steige aus dem Dreck empor, viel stärker, als jemals zuvor.“.Der letzte Song auf SCHWARZ, „Erinnerung“, ist eine Hymne an die schönen Zeiten, die man hinter sich lässt, aber die im Herzen weiter bestehen. Für mich ein starker Abschluss eines wirklich besonderen Albums.

FAZIT

SCHWARZWEIß ist ein Album, das sehr viel Abwechslung bietet. Vielleicht tut man sich etwas schwer, wenn man nach einem gleichbleibenden Soundmuster sucht. Aber dass das nicht vorhanden ist, spricht für das musikalische Talent der Band und hat mich überzeugt. Es lohnt sich übrigens wirklich, sich beide CDs anzuhören, auch wenn man danach vielleicht eine bevorzugt.

Ein fettes Dankeschön von uns!